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Kapellchen und Hexenkreuz (03.​07.​2023)

Nordwestlich von Kasel, auf halbem Wege nach Timpert, in der Nähe der Marienkapelle steht, im Schatten eines mächtigen Birnbaumes, ein Sandsteinkreuz. Deutlich erkennbar ist die Jahreszahl 1663 und darunter die Buchstaben

„DIDR ? R ?“, deren Sinn bis heute unbekannt ist. Wegekreuze sind Zeugnisse der Vergangenheit. Sie erinnern an religiöses Brauchtum oder meist tragische Ereignisse.

Dieses 1,60 m hohe Sandsteinkreuz steht auf einer Flur, die die Kaseler heute noch „off Hex“ nennen. Hier haben Hexenverbrennungen stattgefunden. Die Darstellung des Corpus Christi am Kreuz über einem Holzgerüst, aus dem Flammen empor züngeln, bestätigt der Volksmund. Die Inschrift „JNRJ“ wird getragen von einem Gestaltungselement, das zwei gefalteten Händen ähnlich sein könnte.

In der Tat wurden nach Gerichtsakten – zwischen 1580 und 1630 neunzehn „Hexen“ und „Hexer“ in Kasel verbrannt. Sicherlich ist dieses Kreuz als Grabstein für die unschuldig Gerichteten zu verstehen, gleichzeitig aber auch als Bitte für das Seelenheil der Gemarterten und als Abbitte für die ihnen zugefügten Qualen.